Karnevalsgesellschaft „Nix em Büggel vun 1823 k.e.V.“

„Baas“ mit dem uralten „Plaggen“

Zum dreißigsten Geburtstag der Akademie för uns kölsche Sproch tauchte sie plötzlich wieder aus der Versenkung auf, die alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Nix em Büggel von 1823 k.e.V.“ (kein eingetragener Verein).

Diese Gesellschaft entstand im Jahre 1823 aus der älteren KG „Alles em Büggel“. Man bekam sich „in die Wolle“, was im Fastelovend ja eher unüblich ist. Die anderen nennen sich nun Festkomitee, wir - der verarmte Rest - „Nix em Büggel“. Diese Gesellschaft ist so arm, dass sie in ihren seit 2013 stattfindenden Milljö-Sitzungen nur einen halben Elferrat stellen kann.

Neben dem Präsidenten Anton Kolvenbach sind dies der Baas Pitter ('Ich freue mich, sehr...!'), Kassiererin Jertrud - vereinsintern genannt „die Zang“ - Kolvenbach, als letztes Mitglied des vereinseigenen Tanz-Corps „Höppende Büggelswiever“ unsere „Marie“ Gerda, der singende Senatspräsident „die fleischgewoodene Gitta“ Dieter und unser Literat „die Dür“ Horst.

Unser Präsident Anton Kolvenbach (alias Wolfgang Nagel) gab bei den Sitzungen einfach alles: herrliche Persiflagen auf die oft gehörten, platten Aussprüche bei so vielen Fastelovends-Veranstaltungen ('Ein herrliches Bild...'), er bewies seine einwandfreie Kenntnis von Veranstaltungsort und Künstlernamen ('Pitter wo sin mer he? - wer is dat?'), fehlerfreie Jahreszahlen ('Seit 88 Jahren Prinzenführer...'), auch und gerade der Vereinsgründungen ('Dreigestirn gestellt von den 'bunten Funken' die in dieser Session 348jähriges Jubiläum feiern')…

Im Jahr 2016 fanden die Milljö-Sitzungen "Höösch" - veranstaltet von der Hans-Sion-Stiftung unter  Schirmherrschaft der Akademie för uns kölsche Sproch - an folgenden Terminen im SION-Bräues statt: 12. und 13. Januar, 19. und 20. Januar

Zang, Baas un Marie